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Aktuelle Ausgabe der @rzneimittelnews (15.02.2018)

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11. Juni 2017, Med-News - @rzneimittelnews.de

Große Datenbank-Analyse: NSAID erhöhen Herzinfarktrisiko schon in der ersten Woche

Eine große Metaanalyse hat es jetzt erneut bestätigt: Die Einnahmen von nicht steroidalen Antiphlogistika (NSAID) ist dosisabhängig mit einem signifikant erhöhten Herzinfarktrisiko verbunden – und das bereits in der ersten Therapiewoche.

Für die Metaanalyse wählten kanadische Wissenschaftler die allgemeine digitale Versicherungsdatenbank in Quebec, eine populationsbasierte Fall-Kontroll-Studie aus Finnland sowie zwei "Nested Case Control Studies" aus Großbritannien und Kanada. Die gepoolten Daten umfassten 61.460 Fälle von Herzinfarkten und 385.303 Kontrollen bei insgesamt 446.763 Individuen. Bei den analysierten NSAID handelte es sich um Celecoxib, die 3 wichtigsten klassischen NSAID Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen.

Insgesamt lag bei aktuellem NSAID-Gebrauch die Zunahme des Infarktrisikos gegenüber keinem Gebrauch bei 20 bis 50%. Diese signifikante Erhöhung des Infarktrisikos zeigte sich bei den klassischen NSAID Ibuprofen (OR 1,50) Diclofenac (OR 1,48) und auch Naproxen (OR 1,53), das als eines der sichersten Vertreter der Klasse gilt. Das Risiko für Celecoxib (OR 1,24) war nicht größer als das der klassischen NSAID. Die Risikoerhöhung zeigte sich bereits in der ersten Therapiewoche, was die Autoren eher nicht erwartet hatten.

Höhere Dosen waren auch mit einem erhöhten Infarktrisiko assoziiert. Die Einnahme einer hohen Dosis über 8 bis 30 Tage war besonders nachteilig für Ibuprofen (> 1.200 mg/d), Naproxen (> 750 mg/d). Eine darüber hinausgehende Behandlungsdauer schien mit keiner weiteren Zunahme des Risikos in Zusammenhang zu stehen – das Risiko nahm aber auch nicht ab.

Für die meisten Patienten sei das Risiko jedoch sehr gering. Mittelt man Personen mit verschiedenen kardialen Risiken, liegt das spezifische Risiko durch eine NSAID-Einnahme bei lediglich 1% pro Jahr. Auf 100 Personen, die kontinuierlich über ein Jahr behandelt werden, kommt somit ein zusätzlicher Herzanfall.

Trotzdem sollten Ärzte nicht nur die kleinstmögliche NSAID-Dosierungen für den kürzest möglichen Zeitraum verordnen, sondern ihre Patienten auch über ihre kardialen Risiken aufklären, empfehlen die Autoren.

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Neueinführungen

Benralizumab
Monoklonaler Antikörper bei eosinophilem Asthma

Ab Mitte Februar steht erwachsenen Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma künftig ein weiteres Add-On-Therapeutikum zur Verfügung: Mit Fasenra® bringt der pharmazeutische Unternehmer AstraZeneca eine Behandlungsoption speziell für die Patientenpopulation heraus, welche trotz hochdosierter inhalativer Corticosteroidanwendung und Einnahme langwirksamer Beta-Agonisten keine zufriedenstellende Symptomkontrolle erzielen kann.

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Änderungen

Neue Indikation für Wirkstoffkombi Lidocain + Prilocain
Fortacin® Spray zur Behandlung primärer vorzeitiger Ejakulation

Bislang wurde die Kombination der beiden Lokalanästhetika vom Amid-Typ Lidocain und Prilocain in Form von Cremes oder als Pflaster zur Oberflächenanästhesie von Haut und Schleimhäuten, z. B. vor chirurgischen Eingriffen, eingesetzt. Nun kommt ein Anwendungsgebiet hinzu: Als Spray zur Anwendung auf der Haut ist Fortacin® von Recordati Pharma indiziert zur Behandlung von primärer vorzeitiger Ejakulation bei erwachsenen Männern. Lidocain und Prilocain bewirken eine topische Anästhesie der Glans penis (Eichel), wodurch dessen Sensibilität herabgesetzt und somit die ejakulatorische Latenzzeit verzögert wird.

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Pipeline

Totimpfstoff Shingrix®
Gürtelrose-Impfung bald auch für immunsupprimierte Patienten möglich?

Nachdem die Amerikanische Zulassungsbehörde (FDA) bereits im Oktober 2017 das Arzneimittel Shingrix® auf Empfehlung des Beratungskomitees für Impfstoffe zur Prävention des Herpes Zoster und verbundener Komplikationen bei immunkompetenten Erwachsenen ab 50 Jahren auf dem US-Markt zugelassen hat, könnte der Impfstoff demnächst auch auf dem europäischen Arzneimittelmarkt zu finden sein. Wie bekannt wurde, hat Shingrix® kürzlich für selbige Indikation eine positive Empfehlung durch den Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) erhalten. Weitere Einsatzgebiete könnten in naher Zukunft folgen.

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Rote - Hand - Briefe

Arzneimittel-Therapie-Sicherheit

Mycophenolatmofetil und Mycophenolsäure
Aktuelle Empfehlung zur Schwangerschaftsverhütung unter Behandlung mit fruchtschädigenden Immunsuppressiva

Nachdem der pharmazeutische Hersteller Roche vor etwa zwei Jahren die Hinweise zu Schwangerschaft und Verhütung während der Behandlung mit Mycophenolatmofetil (MMF)- und Mycophenolsäure (MPA)-haltigen Arzneimitteln deutlich verschärft hat, informiert das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nun über weitere Empfehlungen zur Kontrazeption.

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Ocaliva®
Hervorgehobene Dosisempfehlung soll Gefahr für Überdosierungen verringern

Bereits im September vergangenen Jahres warnte die Amerikanische Zulassungsbehörde (FDA) vor schweren Leberschäden unter dem Arzneimittel Ocaliva®, nun gibt es erneut Anlass für weitere Warnhinweise. Wie bekannt wurde, ist in einigen Fällen bei der Behandlung der primären biliären Cholangitis (PBC) bei Patienten mit mäßig schweren bis schweren Leberfunktionsstörungen die empfohlene Dosierung weit überschritten worden, was zu schwerwiegenden Leberschädigungen bis hin zum Leberversagen und vereinzelt Todesfällen führte.

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Ärztenetzwerk coliquio - Die medizinische Online-Community

Rote-Hand-Brief zu Adempas® (Riociguat):
Neue Kontraindikation für Patienten mit pulmonaler Hypertonie in Verbindung mit idiopathischen interstitiellen Pneumonien (PH-IIP)

Die Firmen Bayer AG und MSD Sharp & Dohme GmbH informieren in einem Rote-Hand-Brief zu Adempas® über Zwischenergebnisse der Studie RISE-IIP – in der Patienten ...

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Welcome to CredibleMeds®

CredibleMeds® drugs lists are free to registered users.

Registration is required so we can notify users when the lists are revised. Use of out-of-date lists can be dangerous.

Internet crediblemeds.org

31. Mai 2016

Ranolazine (Ranexa® or Ranozex®)

Dear Registrant:

The safe use of the CredibleMeds® lists of medications requires that the user have the most up-to-date lists and be aware when changes are made to the lists. Therefore, we wish to inform you of the following changes.

Ranolazine (Ranexa® or Ranozex®), a drug approved for the treatment of angina, is known to prolong the QT interval and in 2006 was placed on the Possible Risk of TdP list. We have found conclusive evidence that ranolazine is associated with reports of torsades de pointes (TdP) ventricular arrhythmia when given to patients with hypokalemia, hypomagnesemia or bradycardia or when taken with other drugs that prolong the QT or drugs that block the metabolic breakdown of ranolazine. For this reason, ranolazine has been moved from the Possible Risk list to the Conditional Risk (CR) of TdP list for these conditions.

Also, because it causes QT prolongation, this drug will remain on the list of Drugs to Avoid (if at all possible) in patients with Congenital Long QT Syndrome. However, it should be noted that, because of another of its pharmacologic actions, it is being evaluated as a potential treatment to prevent arrhythmias in one particular genetic subset of patients with the congenital Long QT syndrome.

Thank you for your interest in CredibleMeds.org.

Sincerely,

Raymond L. Woosley, MD, PhD
Klaus Romero, MS, MD

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Artikel vom 23. Juli 2014

Prof. Dr. med. Bernd Pötzsch:
"Damit das Blut nicht in den Adern stockt ... - Neue orale Antikoagulanzien oder doch Marcumar?"

Im ambulanten Bereich hat die Zahl der verordnungsfähigen Antikoagulanzien zugenommen und wird weiter wachsen. Für den Hausarzt stellt sich dadurch die Frage, welche Kriterien und präparatespezifischen Eigenschaften die Antikoagulanzienauswahl bestimmen können.

Quelle:
MMW - Fortschritte der Medizin

Quellendetails:
Zeitschrift: MMW - Fortschritte der Medizin 2014/9: 48-56
Autor: Prof. Dr. med. Bernd Pötzsch (Universitätsklinikum Bonn)
DOI: 10.1007/s15006-014-2868-2

Artikel:

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